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Chinas “Go West Policy“

Mit einer Bevölkerung von 1.37 Milliarden Menschen (2011) zieht China mit seiner rasant wachsenden Wirtschaft die Welt an. Top internationale Firmen haben bereits realisiert, dass eine Investition in China wesentlich für die Positionierung im globalen Wettbewerb ist. China beeindruckt bereits die letzten 10 Jahre die Welt mit einer durchschnittlichen 10 % p.a. hohen BIP Wachstumsrate, an absoluten Zahlen gemessen hat sich Chinas BIP vervielfacht.

Die Tatsache, dass Chinas Wirtschaft nach wie vor boomt und daher die Aufmerksamkeit von ausländischen Unternehmen und Investoren erhält, ist nichts Neues. Während Städte wie Peking, Schanghai und Tianjin immer teurer werden, suchen viele Investoren nach noch neuen Gebieten und entdecken die Provinz Sichuan im Westen Chinas. Unternehmen wie IBM, SAP, Symantec und aktuell das deutsche Unternehmen Bosch haben bereits ihre Geschäftstätigkeit in der Hightech Zone und unter staatlichem Besitz gehörenden Tianfu Softwarepark etabliert, da ihnen die Vorteile des Standortes bekannt sind.

Im alten China war Sichuan Teil der Seidenstraße, ein wichtiger Transportweg vom Osten in den Westen Chinas, auch dem sogenannten „Tor“ Chinas zu den Nachbarstaaten. Nach der „Reform für Öffnung“ in 1978 bewegten sich viele Chinesen, willig zu arbeiten, um ihre eigene Lebenssituation zu verbessern, von den ländlichen Gegenden in die großen Städte im nordöstlichen Raum Chinas. Diese stellen das Gebiet mit der höchsten Bevölkerungsdichte dar, welches nach wie vor viele Chinesen aufgrund der relativ hohen Einkommensmöglichkeiten, anzieht, was wiederum die ländliche Depopulation verursacht.Kurz gefasst, 70 % der Bevölkerung lebt im nordöstlichen Teil Chinas.Die Provinz Sichuan, auch bekannt als Deng Xiaopings Geburtsort, ist die Nachbarprovinz der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing, welche im geschichtlichen Hintergrund Teil von Sichuan war. Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan und hat in Chinas 5 Jahresplänen besondere Aufmerksamkeit in Form des „Entwicklungsprogramms für den Westen“, welches im Jahr 2000 implementiert wurde, verdient. Die Entwicklung der Hightech Branche als eine der Kernthemen im „Entwicklungsprogramm für den Westen“ muss betont werden. Das “Entwicklungsprogramm für den Westen” zielt darauf ab die Lebensbedingung des relativ unterentwickelten und armen, aber reich an natürlichen Ressourcen, Gebietes im Westen Chinas, zu verbessern. Daher investiert die chinesische Regierung in die Infrastruktur und in das Ausbildungssystem, um ausländische Firmen anzuziehen, als auch um qualifiziertes Personal im Westen von China zu halten.Das erklärt, warum Chengdu sich zu einer der wichtigsten Drehscheiben im Westen Chinas mit einer ständig wachsenden Bevölkerung von derzeit ca. 14,4 Millionen Einwohnern und platziert Chengdu unter die schnellst wachsenden Städte in China. Die gut entwickelte Wasser- und Stromversorgung als auch gute Infrastruktur für Transport und Telekommunikation zeichnen Chengdu an 4. Stelle der lebenswürdigsten Städte Chinas. Ausländische Firmen können von relativ günstigem aber qualifiziertem und hart arbeitendem Personal profitieren, als auch von staatlichen Unterstützungen um ihre Geschäftstätigkeit in Chengdu zu etablieren, wie z.B. in Form von Steuervorteilen, was wiederum die Bekanntheit von Chengdu als lukrativer Standort in China für Investitionen vorantreibt.

Autor: My Kiet Truong

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